Dämon Devi


 


 


 


 


 


 


 

Wenn man dieses Bild sieht und diesen Hund gekannt hat, kann man diese Geschichte nicht glauben.

Sie hat sich aber so zugetragen.    

Nach einigen Irrungen und Wirrungen war Devi endlich bei uns gelandet.
Es war Adventzeit, vor vielen Jahren.
Devi war nicht an das Haus gewöhnt, mochte die Fußbodenheizung nicht und überhaupt, er war sich hier einfach noch am eingewöhnen.
    

Jeden Tag ein bisschen mehr.             

Eines stimmte von Anfang an, die Chemie zwischen uns. Wir konnten sehr gut mit ihm umgehen, eher mit Ruhe und Geduld, als mit Druck und wir hatten das gute und sichere Gefühl, er vertraut uns.    

Geschlafen hat er neben dem Schlafzimmer, es hat ihm da gefallen, er war in unserer Nähe, hatte ein Höhlchen und es war kalt genug für ihn.
Eines Nachts habe ich ihn gehört. 

Ne, das ist nicht Devi,solche jammervollen Geräusche.    

Hm...wer jammert denn da so leise und richtig erbärmlich?Devi?
Aus dem Bett, auf die Terrasse, nach nebenan, Tür auf, Licht an und geguckt.
    

Da saß dieser große, schwarze, wehrhafte Kerl, ganz eng zusammengefaltet in eine Ecke gedrückt und jammerte leise vor sich hin.
Jesses, der ist krank, richtig krank, er hat schlimme Schmerzen, das war mein erster Gedanke.
   

Ich habe ihn gerufen, eigentlich kam er immer zu mir. Eigentlich, denn er hat sich weiter fest in die Ecke gedrücktden Kopf weggedreht, nicht reagiert und weiter gejammert.
Er drehte den Kopf wieder zu mir, nein nicht zu mir, er starrte mit Panik in den Augen in die Ecke unten recht sneben mir.
Da habe ich auch mal in diese Ecke geguckt und eine klitzekleine Maus entdeckt, die sich auch schreckerfüllt in diese Ecke gedrückt hat.
Nach dieser Entdeckung hatte ich schon wieder ein Grinsen im Gesicht.
Devi hatte Angst, er hatte ganz einfach Schiss und die Hosen voll wegen dieser Zwergenmaus.
Da musste jetzt das Herrchen ran.
   

Herrchen geweckt und aus dem Bett geholt, er musste die Maus retten.
Ich bin nach hinten zu Devi, vorsichtig, denn er hatte wirklich Panik. Ich konnte ihn anfassen, er hat sich schnell beruhigt und sich an mich gedrückt, während das Herrchen die Maus eingesammelt und ins Efeu gesetzt hat.

Wir haben uns dann noch jeder eine Decke geholt, Devi mit ins Schlafzimmer genommen und die Terrassentür wiet offen gelassen.   

Seit diesem Jahr gibt jedes Jahr eine Weihnachtsmaus. In jeder erdenklichen Form.
Gemalt, gestickt, genäht gefilzt, gehäkelt, gestrickt, gebacken, aus Stein, aus Holz, ganz egal.
    

Hauptsache eine Maus und diese Geschichte.
Devi ist leider schon lange nicht mehr bei uns, er ist aber immer noch hier, in vielen Geschichten, in unseren Gedanken und in unseren Herzen.