Weihnachten mit Gipsy und Jule


 

Gipsy 1995

 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 

Dies ist eine der.....Es war einmal, vor sehr langer Zeit.....Geschichten.

So lange ist es nun auch wieder nicht her. So um 1989, 1990 oder so.

Heiligabend.

Alles war gerichtet. Teller mit Plätzchen, Teller mit Süßigkeiten, Teller mit Obst, vorzugsweise Mandarinen, Äpfel und....ne, keine Nüsse. Dazu waren und sind wir zu faul, aber Studentenfutter gab es auch.

Für jeden gab es das, was er gerne haben wollte. Auch Marzipankartoffel, für die Kartoffeldiät meines Mannes waren in nicht geringer Menge vorhanden.

Der Tisch sollte gedeckt werden und das Essen fertiggestellt. 

Die gerichteten Teller nahmen einfach nur Platz weg.

Wohin damit?


 

Jule 1995


 

Och, die bringen wir einfach ins Schlafzimmer, da ist es kühl, die Teller und Schälchen  stellen wir aufs Bett und holen sie dann wieder.

Aber....Tür zu, Gipsy und Jule hatten ohnehin im Moment nur Unsinn im Sinn.

Meine Schwiegereltern kamen, es wurde trubelig, es blieb trubelig.

Ein Glas Sekt, Essen, abräumen, Nachtisch, Schnäppschen, ein Kaffee.....äh, da war doch noch was?

Meine Tochter und ich ins Schlafzimmer, die gerichteten Naschereien holen.

Und.....dann traf uns der Schlag.  

Jaha......wir hatten die Tür zum Schlafzimmer zugemacht, als wir die Sachen reingestellt haben, nur hatten wir Gipsy und Jule im Schlafzimmer gelassen.

Deswegen hatten wir  von den Beiden auch nichts gesehen und gehört, die hatten zu tun. 

Wir hatten unsere besondere Bescherung! 

Der Plätzchenteller war leer. Ein Apfel angebissen, die Marzipankartoffel stark dezimiert.

Die Schokoladensachen! Starr vor Schreck, halb auf dem Weg zum Telefon um die Tierärztin zu alamieren, wurden die Schokoladenteller inspiziert.

Ein großes Durcheinander, aber es schien so, als ob sich die Mädels zuerst an dem Plätzchenteller vergangen hatten. Es war was ausgepackt, es war was angeknabbert,  es lag etwas angeschmiert auf dem Bett und auf dem Boden, aber wirklich was gefressen schienen die Beiden nichts zu haben. Wunderte mich irgendwie auch nicht, nach der ganzen Plätzchenfresserei.

Wir beschlossen es darauf ankommen zu lassen, die zwei zu beobachten und bei dem kleinsten Pupps sofort zu Tierärztin zu fahren.

Mußten wir aber nicht.

Nachdem  jede der Beiden, je eine Schüssel Wasser geleert hatten, hatten sie sich auf ihre Plätze verkrümmelt und wurden an diesem Abend nicht mehr gesehen oder gehört.

Nachdem wir unsere Naschreien wieder in Ordnung gebracht hatten, was Dank der Backfreude meiner Schwiegermutter kein Problem war, gab es dann nach einem weiteren Schnapps, auch noch eine richtige Weihnachtsbescherung.