Kalli-Kater
















Oh, Herr, lass Hirn regnen

Am Freitag,  gegen Mittag wurde ich nach einem Übernachtungsbesuch nach Hause gebracht.

Ein fremder Mann stand bei meinem Mann am Hoftor und war sich gerade am verabschieden.

Der fremde Mann, Herr G.suchte seit Montag seinen roten Kater. Man hatte ihm gesagt, hier bei uns würde ein solcher Kater herum laufen.

Er hatte Bilder dabei und sein Kater, ein Main Coone sah original aus wie unser roter Kalliein Main Coone-Hauskatzen-Mix.

Er war schon sehr enttäuscht,dass er bei uns keinen Erfolg hatte und unterhielt sich eine ganze Weile mit meinem Mann, der ihm auch von Kallis´s Eskapaden und gerade auch von den diversen Rettungsaktionen als Kalli auf Bäumen saß und nicht mehr herunter kam,erzählte.

Ausführlich erzählte mein Mann von der Rettungsaktion des Höhenrettungszuges des THW.

Kalli saß drei Wochen lang auf einem Baum, die Nachbarin hat ihn durch Zufall jammern hören, da er antwortet konnten wir ihn in der tiefsten Wildnis finden, die Feuerwehr konnte nicht helfen, da das Gelände zu unwegsam war und sie mit ihren Gerätschaften nicht hin fahren konnten.

Es wurde der Höhenrettungszugdes THW alarmiert. Es kamen tolle junge Männer. Zuerst konnten sie mit Leitern ein Stück den schräg am Berg stehenden Baum hoch und  mussten dann noch ein ganzes Stück freiklettern.

Kalli wurde in einen Ledersack verfrachtet, ein Stück seines Schwanzes guckte noch oben aus dem Sack heraus und er wurde herunter gelassen.

Da habe ich ihn dann in Empfang genommen und nach Hause gebracht.

 

Mein Mann sagte noch zu Herrn G., er solle doch mal seine Aufmerksamkeit nach oben richten und rufen.

Herr G. machte sich, immer noch recht aufgeregt und traurig, über den Berg auf den Nachhauseweg. Rufend und nach oben schauend.

Und tatsächlich, er hat seinen Kater gefunden. In einer Astgabel hängend, auf einem schräg stehendenBaum am Berg.

Herr G. ist Bogenschütze und hat Netze, wohl zum auffangen der Pfeile?

Auf alle Fälle hat er seine Netze geholt. Den Boden vom feinsten gesäubert, Steine weg, Äste und Ästchen weg, kurz, er hat den Wald gefegt, damit sich sein Kater, wenn er denn dann von seinem Baum herunter kommt und fällt nicht verletzt.

Dann hat er die Netze gespannt und gelockt. Nur, der Kater kann nicht herunter.

Er hat gleich das THW alarmiert und landete mit seinem Anruf bei jemand, der bei der Kalli Aktion dabei war, also sofort Bescheid wusste.

Das THW kam, es wurde geklettert und dann der Ast abgesägt. Anders ging es da wohl nicht.

Auf alle Fälle ist der Kater unverletzt in Sicherheit.

Jetzt kommt der Hit und der Grund, warum der Herr bei manchen Leuten dringend Hirn regnen lassen sollte.

Während der Aktion, als alle zugange waren, kam ein Ehepaar mit Hund.

Ja, ja, sagten sie, unser Hund hat die Katze am Montag auf den Baum gejagt und wir waren jeden Tag hier und haben geschaut, ob es der Katze auch noch gut geht.

Herr G. hatte eine Zeitungsanzeige geschaltet, alles mit Flugblättern, in verschiedenen Sprachen,voll gepflastert und Alle  und Jeden angesprochen.

200€ Belohnung hatte er auch ausgesetzt.

 

Gestern, am Samstag, stand wieder Herr G. am Hoftor, genauso aufgeregt, nur diesmal vor Freude, hat sich bedankt und hatte ein großes Paket Katzenfutter für unsere Katzen dabei.